20 Jahre Mauerfall. 20 Jahre Veränderung. 20 Jahre EIN Berlin.
2009 ist ein ganz besonderes Jahr für die Hauptstadt und dies ist ein Grund zum Feiern. Der 20. Jahrestag des Mauerfalls steht bevor und an diesen ganz besonderen Anlass wird im Jahr 2009 erinnert.
Musikalische Beiträge, Theateraufführungen und spezielle Museumsaustellungen sind nur ein kleiner Teil von vielen Veranstaltungen, die es während des Jahres zu bewundern gibt, um Berlin und seine Besucher über die Vergangenheit und ihre Konsequenzen aufzuklären und alte Emotionen wieder aufleben lassen.
Drei Veranstaltungen bilden den Höhepunkt im Themenjahr : die Open-Air-Ausstellung „Friedliche Revolution 89/90“, die Ausstellung „Schauplätze – 20 Jahre Berlin im Wandel“ und das „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor am 9. November 2009.
Im Jahr 2009 zieht eine rote Infobox durch Berlin, die den Wandel der Hauptstadt seit dem Mauerfall darstellt. Durch ihre signalisierende rote Farbe und einem darüber schwebenden roten Helium-Pfeil wird sie nicht zu übersehen sein. Führungen werden angeboten, die über die Geschichte der jeweiligen Schauplätze erzählen und außergewöhnliche Ein- und Ausblicke auf die Ausstellungsorte geben. Anlaufstelle und Ausgangspunkt sind der Potsdamer Platz, wo die Infobox zur Zeit ausgestellt ist.
Täglich geöffnet 10 – 19 Uhr
Im DDR Museum können Sie das Leben im Sozialismus täglich und hautnah erleben. Alles wartet darauf, angefasst und erlebt zu werden: Schubladen aufziehen, Schränke öffnen, hineinfassen, stöbern, entdecken. In den unterschiedlichsten Themenbereichen können Sie Ihr Wissen erweitern und Klischees überdenken. Das DDR Museum ist ein interaktives Museum und versetzt seine Besucher in die Zeit der ehemaligen DDR zurück. Das Museum ist täglich von 10 – 20 Uhr und samstags von 10 – 22 Uhr geöffnet.
Anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls zeigt spielzeit’europa im Oktober ein Theaterspektakel unter freiem Himmel. Die französische Straßentheater-Compagnie Royale de Luxe bringen die Menschen mit ihrer kleinen Riesin und ihrem großen Riesen zum Staunen. Emotionen und Momente von 1989 leben wieder auf und werden von 13 Meter großen, gigantischen Marionetten an bedeutenden Schauplätzen wie Unter den Linden, Straße des 17. Juni, Brandenburger Tor, erzählt und vorgetragen.
02. – 04. 10.2009
In der Zeit vom 7. Mai – 14. November erzählt die Open-Air-Ausstellung an der Weltzeituhr am Alexanderplatz von der Friedlichen Revolution 1989/90. Anlässlich des 20. Jahrestags präsentiert die Robert-Havemann-Gesellschaft dieses Ereignis. 1989 erwachen viele Ostdeutsche aus dem verordneten Zwangsschlaf, fordern Reisefreiheit und freie Wahlen. Eine breite Volksbewegung entwickelt sich und die kommunistischen Machthaber können nur noch hilflos reagieren. Die Ausstellung dokumentiert diese spannende Zeit und lädt zur Diskussion über das Ergebnis ein.
Die Spuren der Mauer sind fast vollständig getilgt, doch die East Side Gallery in Berlin Friedrichshain ist auch heute noch immer ein Anziehungspunkt für viele Berlinbesucher und stellt somit eine der wenigen übriggebliebenen Mauerreste dar. Stimmungen und Gedanken in den verschiedensten Stilen werden auf 105 Bildern, die nach der Betonsanierung der Mauer durch 84 Künstler wiederhergestellt werden, in der längsten Open Air Gallery der Welt dargestellt – eine Bildergeschichte von dem beeindruckenden Moment des Mauerfalls und den damit verbundenen Hoffnungen.
Am 29.08.2009 ist es wieder soweit: die 25. Lange Nacht der Museen findet unter dem Motto „20 Jahre Mauerfall – Stadt im Wandel“ statt. In über 100 Museen lernen Sie über die Geschichte und die Veränderungen, die Berlin in den letzten 20 Jahren erfahren hat – eine ganze Nacht lang.
In der Berlinischen Galerie finden Sie vom 17.09.2009 – 31.01.2010 eine Ausstellung vor, die Sie durch den Wandel der Hauptstadt seit dem Mauerfall 1989 führt.
Auch kleine und teils nur unmerkliche Veränderungen in der architektonischen und urbanen Struktur, die jedoch für Veränderungen in ganz Deutschland und weite Teile Mittel-und Osteuropas stehen, werden von Werken international bedeutender Künstlerinnen und Künstlern präsentiert. Für diese Ausstellung werden Werke zu sehen sein, die bisher in Berlin noch nicht zu sehen waren oder die speziell für die Ausstellung entstehen werden.
Mittlerweile stehen in Berlin nur noch wenige Teile der Mauer. Die meisten Teile sind heute auf der ganzen Welt durch Schenkung der Regierung oder durch Verkauf verteilt und fanden so neue Besitzer und Standorte. Stern-Fotograf Peter Thomann reist den „verloren gegangenen“ Stücken hinterher, um zu erfahren, in welchen Teilen der Welt die Mauersegmente zu finden sind. Er entdeckte sie vor Friedensmuseen, Firmengebäuden, in Privatgärten, vor Deutschen Botschaften, in Schulen, Parks und sogar in einem Casino in Las Vegas. Peter Thomann zeigt eine originelle, exklusive Bilddokumentation zur Zeitgeschichte. Fotografie-Ausstellung von Peter Thomann, 01.10.2009 – 17.11.2009
Auch musikalisch werden Zeichen in Erinnerung an den Fall der Mauer 1989 gesetzt. In der Saison 2009/10 werden kammermusikalische Gruppen der Berliner Philharmoniker und des Konzerthausorchesters abwechselnd im Konzerthaus und in der Philharmonie jeweils zwei Ensembles, Meisterwerke der Tradition sowie insgesamt sechs Uraufführungen aufführen. Diese stammen von Komponisten, die vormals in Ost- und West-Berlin gewirkt haben bzw. die aus dem Ausland stammend heute in Berlin leben und arbeiten.
Konzertzyklus von Konzerthaus und Philharmonie anlässlich des Mauerfalls, 21.10.2009
Dieser ganz besondere Tag der Berliner Geschichte wird zusammen mit Gästen aus aller Welt, mit Zeitzeugen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens am Brandenburger Tor gefeiert. Der symbolische Mauerfall mit Dominoeffekt und die Überwindung der Berliner Mauer wird in Form eines großen Straßenfestes – Fest der Freiheit – zu beiden Seiten des Brandenburger Tors gefeiert. Höhepunkt dieser Veranstaltung wird der symbolische Fall der Mauer durch einen „Dominoeffekt“. Zahlreiche Jugendliche werden sich im Vorfeld mit den historischen Hintergründen beschäftigen und überdimensionierte Steine gestalten, die sie an diesem Tag gemeinsam mit prominenten Künstlern, Kulturschaffenden und Politikern zum Einstürzen bringen.